Einsatz 15/2006 - Wald- und Flächenbrand

Einsatzdatum:

04. Juli 2006

Einsatzalarm:

15:45

Uhr

Einsatzende:

00:00

Uhr

 

LF 16/12

Besatzung:

 

TLF 24/50

Besatzung:

1/2

RW 2

Besatzung:

 

WT 18

Besatzung:

1/3

OWF

Besetzung:

 

Gerätehaus

Besetzung:

6

 

weitere Feuerwehren

- diverse Feuerwehren der Ostuckermark und  FF Penkun (Meck-Pom)

 

weitere Einsatzmittel

- Landespolizei

 

Zu einem Brand an der Eisenbahnstrecke Berlin-Stettin kam es am Nachmittag des 4. Juli. Der Einsatzort befand sich im Bereich Schönow und erstreckte sich, der Bahnlinie entlang, über eine Länge von etwa 6 Kilometern.
Die Freiwillige Feuerwehr Schwedt wurde über die Kreisleitstelle Uckermark zu diesem Einsatz herangezogen. Die Alarm- und Einsatzzentrale (AEZ) der Feuerwehr Schwedt alarmierte den Löschzug 2, der für solche Wald- und Flächenbrände gut ausgerüstet ist. Mit Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50) und Wasserträger (WT 18) rückten die Einsatzkräfte zu Einsatzort aus.
Schon während der Anfahrt waren an drei Stellen große Rauchschwaden zu sehen. Wie sich später herausstellte, hatte sich an diesen Stellen das Feuer bis tief in dem Wald vorgefressen.
Am Einsatzort waren Feuerwehren aus dem gesamten Bereich der östlichen Uckermark. Mit 23 Ortsfeuerwehren war ein massives Aufgebot vor Ort, um der Lage Herr zu werden. Zum Einsatz kam auch die Feuerwehr Penkun des Landkreises Ucker-Randow aus dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.
Da die Einsatzstelle sich über eine sehr Lange Strecke hinzog, wurden Abschnittsbereiche eingerichtet. Für einen Bereich waren die Kräfte des TLF 24/50 eingeteilt. Der Amtsbrandmeister des Amtes Oder-Welse erkundete die Lage vom Hubschrauber der Polizei. Der Hubschrauber wurde für diesem Einsatz ebenfalls herangezogen, um ein weiteres Ausbreiten des Brandes der Einsatzleitung zu melden.
Die Bahnstrecke wurde für den gesamten Zugverkehr gesperrt. Nach Rücksprache mit dem Unfallmanager der Deutschen Bahn, der ebenfalls vor Ort war, wurde die Bahnstrecke gegen 21:15 Uhr mit Auflagen wieder freigegeben. Nach der Freigabe durften in diesem Bereich die Züge nur mit einer Maximalgeschwindigkeit von 40 km/h und und auf Sicht fahren.
Nach etwa fünf Stunden konnte der Brand unter Kontrolle gemeldet werden. Ein extremes Ausbreiten der Flammen war zu dieser Zeit nicht mehr gegeben. Dies war jedoch noch lange nicht das Einsatzende. In der Folgenacht waren ebenfalls Feuerwehren vor Ort, da an einigen Stellen immer noch Glutnester waren. Auch den gesamten Folgetag waren Feuerwehren im Einsatz um immer wieder Glutnester und kleinere wieder aufflammende Brände zu löschen.

In diesem Einsatz waren neben der Feuerwehr diverse Ämter und Behörden vor Ort:
- Polizei des Schutzbereiches Uckermark
- Landespolizei mit Hubschrauber
- Bundespolizei
- Zoll zur Unterstützung der Polizei
- Unfallmanager der DB AG
- Forstverwaltung
- Amtdirektor des Amtes Oder-Welse
- Vertreter des Landkreises

Nach uns vorliegenden Informationen, hat eine defekte Bremsanlage des zuletzt vorbeifahrenden Zuges Funken gesprüht und somit diesen Brandeinsatz ausgelöst.

 

 

 

 

Publiziert am: Dienstag, 23. Dezember 2014 (1087 mal gelesen)
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